Laut gedacht...

Ich denke also bin ich, lies das Neueste jetzt....


Gedankeneintrag 1.7.2019 08:36

Ein Boot mit 42 Flüchtlingen schipperte am Mittelmeer herum und findet keinen Hafen. Die mutige Kapitänin, die die Gesetzeslage in Italien missachtete, weil Helfen in ihrer Welt vor dem Gesetz steht, muss sich jetzt trotz allem dem Gesetz stellen. Es drohen über 10 Jahre Haft! Wie kann das sein, dass 42 Menschen nicht sofort jemanden finden der aufzeigt und schreit "hier her wir nehmen sie auf"? Wie lächerlich ist das wir nahmen mehr als 100.000 Menschen aus Syrien auf aber bei 42 Menschen aus Afrika sind wir kleinlich und prinzipientreu? Waren es nicht auch wir hier in Europa die Bodenschätze und ähnliches gerne von diesem Land genommen haben ohne faire Abkommen darüber abzuschließen? Waren es nicht wir die dann gerne geschrien haben hierher mit den Diamanten, hierher mit dem Uran, Kohle und so fort. Ja es gibt unzählige Probleme auf diesem Kontinent, doch wieviel haben wir letztendlich dazu beigetragen, dass es so kam? Wo bleibt unsere Verantwortung diesbezüglich? Wo bleibt unsere sinnvolle vor allem moralisch wertvolle Unterstützung für diesen eigentlich ach so reichen Kontinent - wo die Wiege der Menschheit liegt, ein Kontinent auch reich an Kultur und Natur.

 

Jedenfalls, Hut ab vor dieser Kapitänin sie sollte ein moralisches Vorbild für unseren Kurs hier in Europa sein! Danke, dass es solche Menschen gibt, die unbeachtet der Konsequenzen noch eigene Moralvorstellungen haben und auch den Mut aufbringen danach zu handeln.

 

Ich sage nicht die Probleme mit der modernen Völkerwanderung wären einfach zu lösen, vor allem für die Aufnahmestaaten, aber wofür werden unsere Politiker eigentlich bezahlt, es wäre doch ihre Aufgabe hier annehmbare Lösungen zu kreieren. Sonst sind sie für diesen Job ungeeignet und wir sollten uns bessere Angestellte erwählen. Fein, daß wieder mal das ganze Wochenende darüber diskutiert wurde wer welchen Job in der EU bekommt, ob Parteienfinanzierungen offen gelegt werden oder ob der koreanische Präsident sich mit dem Amerikanischen trifft, und derweilen, muss sich eine couragierte Bürgerin um unsere echten Probleme kümmern: nämlich um 42 in Seenot geratene Menschen! Was die Flüchtlinge wohl von unserem System halten, was die wohl über uns den ach so reichen Westen denken? Es bleibt nur zu hoffen, dass wir niemals ihre Hilfe benötigen. Die Übergriffe in Südafrika der ehemals einheimischischen Bevölkerung auf ihre ausländischen Agressoren nach Hunderten von Jahren, die sich inzwischen natürlich auch als Einheimische fühlen, gibt Einblicke wohin dieses moralisch fehlgeleitete Verhalten, auch wenn es noch so lange her ist, einmal führen kann. Europas Völkerwanderung machte erst eine USA oder Australien wie es heute besteht möglich. Auch hier wurden die Einheimischen verdrängt und nun lassen die "neuen Einheimischen" sie nicht einmal ein Boot anlegen oder ziehen gar Grenzmauern gegen Zuwanderung und sind selbst doch nur Zuwanderer in dieser inzwischen für sie als Heimat bezeichneten Gegend....

 

Am Ende sind wir eh nur Gast auf dieser Erde für eine Lebenszeit, vielleicht stellen wir uns die Frage was es wirklich Wert ist zu hinterlassen, dieser unserer Erde und ihren Bewohnern....

 

Link:

Rohstoffe Afrikas

Bericht Seawatch Rettung von Menschen in Seenot

Willkommen in Österreich?

 

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Gedankeneintrag 4.6.2019

Link to: Antrittsrede 1. Bundeskanzlerin

 

Ich kann Österreich nur gratulieren zu so einer vorbildhaften Einstellung an der Spitze seines Staates! Es bleibt nur zu hoffen, dass Österreich auch nach den Wahlen im Herbst mit so bedachten und weisen Worten regiert werden wird. Für den Moment haben wir wohl die einzig Richtige und wohl auch eine besonders hoffnungsvolle Notbremse gezogen, wie es weitergeht bleibt weiterhin offen, weil es ja unabdingbar, vom Angebot an Volksvertretern die zur Wahl stehen, abhängt.

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Gedankeneintrag 20.5.2019

basic info link to:

https://www.sueddeutsche.de/politik/strache-fpoe-kronen-zeitung-oesterreich-1.4452326

 

https://orf.at/stories/3122829/

 

Warum musste das österreichische Volk 2 Jahre lang auf die Veröffentlichung dieser Fakten warten?

 

Hier geht es doch um mehr sonst wären hier nicht seit 2017 Fakten zurückgehalten worden, die dem österreichischen Volk viel Geld erspart hätten.

 

Wir leben in den unendlichen Weiten der Desinformation….

 

Die letzte Nationalratswahl hätte somit vorab andere Ausgangsituationen gehabt, ganz zu schweigen von den eingesetzten Steuergeldern für die Wahl und nun die erneute Wahl. Allein was das wieder alles gekostet hat und kosten wird….

 

Nun gut die angeschwärzte Partei ist nicht 'nur' rechtsradikal, nein es stellt sich heraus sie verfolgt ebenso die gleichen Ziele wie alle anderen die im System ganz oben sein wollen. Es geht um Geld und um totale Kontrolle der Macht. Es geht auch noch um die willentliche Äußerung eines Politikers ausländische Investoren in Österreich mit eventuell illegal zustande gekommenen Geschäftsverträgen zu beglücken im Gegenzug dafür will man eine Mehrheit zur Meinungsbildung in der wohl wichtigsten Zeitung Österreichs bekommen. Stimmen gewinnt selbige Partei X mit rechtsradikalen Parolen…..Wenn man sich jedoch die andere Seite anschaut nämlich die der Wähler, handelt es sich nicht um die 10 Führungspersonen einer Partei, sondern um tausende Menschen die in Österreich leben und diese radikalen Ansichten auch teilen, und das nicht nur zum Schein, sie leben in Österreich, auch wenn die Partei X gerade mal wieder ein tief erlebt, von dem sie sich sicherlich bald erholen wird.

 

Wie schauts aus mit all den anderen Parteien – alle clean alle moralisch vertrauenswürdig??? Prüfet höret und vergesst nicht immer so schnell…Eigentlich verständlich die Aktion der Gelb-Westen in Frankreich – die zwar im Beginn nur gegen die Erhöhung der Treibstoffabgaben war, aber dann ebenso eine Forderung nach mehr direkter Demokratie stellte. Ja wir haben keine Lösungen, wir haben auch kein besseres System aber genug ist genug. Es wäre endlich Zeit für die echte Demokratie ohne Manipulation durch Medien und anderes…..Seien wir endlich ein mündiges Volk und wehren uns gegen Machtmissbrauch, Ausbeutung, Kontrolle und Manipulation! Stehen wir auf, weil es ist unser Geld das hier verprasst wird, wir werden hier kontrolliert und manipuliert damit die oben im System feudal auf unsere Kosten leben können! Vergessen wir nicht, es handelt sich dabei um unsere Angestellten und es ist an der Zeit unser Personal weise auszuwählen, denn sie sollen dem Volke dienen und nicht wir ihnen! Sonst leben wir noch immer in einer Monarchie mit von Zeit zu Zeit von uns gewählten Königen und Königinnen in einem Spiel wo wir das Volk weiterhin nur verlieren und nur ihrem Zwecke von Machtgewinn und Reichtum dienen.

 

Nachtrag 1.7.2019: Hier noch ein interessanter Link zu einem Artikel über Demokratie

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Gedankeneintrag 11.4.2019

Der nächste Gedanke brodelt schon - es betrifft das heiße Thema Bildung....Da Wissenschaft impliziert, dass man nach dem man das Wissen einmal produziert hat, sich unweigerlich damit befassen muß wie man dieses erfolgreich weitergeben kann, setzt man sich dann auch in weiterer Folge mit dem Thema Bildung auseinander. Aktuelle Tagesgeschehnisse lassen mich aufhorchen - wie steht es um unsere Bildung in Österreich, welche neuen Wege beschreiten wir? Eigene Klassen für Migranten, Noten ja/nein, Zentralmatura, Pisa-Studie, Ganztagsschule, Neue Mittelschulen?? Wie kompetitiv ist unser Schulsystem im internationalen Vergleich? Nicht zu vergessen die Skandale (2018) rund um die Sportgymnasien unserer Kaderschmieden für den sportlichen Nachwuchs und nun auch in der renommierten Wiener Ballett-Akademie mit Unterrichtsmethoden die so gar nicht dem Zeitgeist von Montessori, Bobo-Eltern und ähnlich elitärem Gedankengut der gut- bis besserverdienenden Mittelschicht entsprechen. Stillstand, Rückschritt oder Fortschritt? Kommt gut ausgedachtes aus den pädagogischen Wissenschaften auch jemals in der Praxis an oder bleibt es letztendlich dabei, dass Papier unendlich geduldig ist und jede Theorie letztendlich nur dazu dient  leere Seiten mit Text zu füllen....

 

Ich beginne gerade Stilblüten von SchülerINNEN "Beste Sager von Lehrern aus dem Klassenzimmer" zu sammeln, wie beispielsweise der von einer Physiklehrerin (Unterstufe) auf die Anfrage eines Schülers mit Erklärungsbedarf: "Wenn du's nicht verstehst lernst du es halt auswendig" oder die Antwort eines Klassenvorstandes (HAK) auf den Platzwunsch zweier Schüler:  "Geballter Individualismus wird an unserer Schule nicht geduldet". Die Geschichtslehrerin (Unterstufe) auf die Nachfrage einer Schülerin mit Erklärungsbedarf die es selbst nicht besser weiß sagt: "dann google das halt ein (eingooglen? - nie gehört?)"

 

Eine Lehrerin im Praktikum-Jahr erzählt: "an den Universitäten lernen wir während unseres Studiums Einzelnes nicht was dann aber im Lehrplan verlangt wird von uns zu unterrichten, nun kram ich alte Schulbücher aus der Oberstufe hervor um meinen Unterricht vorbereiten zu können für die Wissensvermittlung" Ist das denn gut durchdacht vom Bildungsministerium? - Haben wir uns schon mal gefragt warum unsere deutschen Nachbarn an unseren österreichischen Universitäten so viel erfolgreicher sind wie unser österreichischer Nachwuchs - könnte es eventuell sein, dass es an dem besseren Bildungssystem in Deutschland liegt?

 

Wenn meine Leser hier noch weitere Stilblüten/Sager/Sprüche aus dem Klassenzimmer haben, bitte sendet mir ein Email dann veröffentliche ich es hier an dieser Stelle :-), natürlich ganz anonym, um den realen Ist-Zustand in unseren Klassenzimmern an dieser Stelle einmal zum Besten zu geben.

 kurz notiert

Ein weiteres ganz anderes Thema das ich neben der Bildung hier kurz mal anschneiden möchte sind die neuen gesetzlichen Reglementierungen das Internet betreffend......Ist die Aufhebung der Anonymität ein Schritt mehr zum gläsernen Menschen oder dient es wirklich zu unserem Schutz? Können Firmen dann nicht noch gezielter Werbeschaltungen machen. Jede Plattform wird zur Verkaufsfläche mit einer exakten Zielgruppenausrichtung mit bekannten Namen und Adressen, denn die Aufhebung der Anonymität machts möglich....und alles was an Daten erhoben wird, wird auch sicherlich weiterverwendet, sonst wäre dies ja eine Zeit- sprich Geldverschwendung (Zeit = Geld) und somit komplett unwirtschaftlich. Ein Unternehmen muss jedoch wirtschaftlich geführt werden um gewinnbringend arbeiten zu können. Wie hat unser Postchef erst kürzlich die Vorwürfe wegen Datenweitergabe und Zuordnung der politischen Zugehörigkeit dementiert "Das machen doch alle und er verstehe die unverhältnismäßige Aufregung darüber nicht".

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Gedankeneintrag 25.03.2019

So lange musstet ihr nun warten auf einen neuen Gedankeneintrag, nun ja wie soll ich sagen "mir blieb seit Monaten die Spucke weg"...Darum auch dieses Bild von diesem Buch das Kopf steht. Ist denn wirklich alles so verdreht? Doch schon allein die Existenz eines solchen Buches spricht für die Umstände und die Zustände unserer geschützten Werkstätte "Universität & Forschung": - wer darf, wer darf nicht, wer kommt rein und wer bleibt draußen? Das alles und vieles mehr bestimmen die  geschützten Werkstätten und sie entscheiden über das Schicksal der Menschen die sie ausbilden - ausbilden tun sie ja "gerne", weil jede/jeder der diese sogenannte Ausbildung genießt bedeutet bares Geld für die Werkstätten, die sie am Ende aber nicht gerne teilhaben lassen, sondern sie wollen, dass man am Ende dann auch gerne wieder geht..... Aber wohin nach einem Diplomstudium, oder gar einem Doktorat? Wer will jemanden der für die Forschung ausgebildet ist denn anstellen? Die Universitäten sagen sie können nicht "alle" anstellen. Jedoch Studierende wollen sie dennoch so viele wie möglich sind haben, da diese, zumindest teilweise, ihre Existenz legitimieren. Dafür bekommen sie nämlich auch Geld vom Staat, pro Inskription und dann pro Abschluss noch ein "Extrakörberlgeld".

 

Wie auch immer wer eine universitäre Laufbahn eingeschlagen hat, muss damit rechnen unzählige Projektanträge oder Stipendium-Anträge zu schreiben, um zu Geld zu kommen. Auch hier verdienen die Universitäten pro eingereichten Antrag, umso mehr Anträge umso besser fällt die Evaluierung für sie aus - und es zählen auch die nicht bewilligten Anträge (lt. Aussage eines Professors diese wurde jedoch von einem anderen verneint?) , die dem/der Antragssteller/IN jedoch nicht wirklich etwas bringen. Falls man auf einer Projektstelle sitzt, einer sog. Drittmittelstelle (die Universität bekommt Geld von einem Fördergeber für die Gehaltsauszahlung) dann schreibt man diese Anträge ohne, dass die eingesetzte Arbeitszeit dafür entlohnt wird. Ebenso wie die Publikationen, die schreibt man auch ohne dafür entlohnt zu werden, weil man braucht sie für die eigene Evaluierung im System. Das Risiko liegt natürlich ganz beim Drittmittelangestellten. Beides aber verhilft der Universität insgesamt eine bessere Evaluierung zu bekommen und das so ganz ohne Einsatz von Geldmittel - bessere, hochqualifiziertere Arbeiter wie an den Universitäten und das ganze noch unbezahlt findet man weit und breit sonst nirgendwo. Nur bei wissenschaftlichen Mitarbeitern, die direkt bei der Universität angestellt sind, steht diese Arbeitsleistung als Teil ihrer Arbeitsvereinbarung auch in direkter Verbindung mit ihrem aktuellen Einkommen.

 

Jeder Wissenschaftler wird bewertet: offiziell ist dies der h-Faktor inoffiziell zählen die Anzahl von Publikationen, bewilligte Forschungsanträge sowie ein weitreichendes internationale und nationales Netzwerk. Das wichtigste sind die internationalen Netzwerke, hier sollte man jemanden haben der die wissenschaftliche Arbeit die man leistet befürwortet - ohne support, "Freunderlwirtschaft" oder die richtige Seilschaft kann man noch so gute Ideen haben als Forscher/Forscherin, man endet trotzdem als Taxichauffeur/IN, Nachhilfelehrer/IN oder anderes, wofür man eigentlich nicht so hart arbeiten hätte müssen. Also man braucht "thumbs up" von internationalen Wissenschaftlern.....und außerdem, und das ist fast das Allerwichtigste: man muss über exzellente Englischkenntnisse verfügen, sodass man in der Lage ist seine wissenschaftliche Arbeit auch "native Speakern" zu verkaufen, natürlich nur high end and "of course im guten alten British Englisch" - Nachsicht mit "nicht native Speakern" gibt es natürlich keine. Am besten man studiert gleich Englisch auch noch dazu und geht an eine englische Elite-Universität, die zwar sehr viel Geld kostet aber falls das Unglaubliche eintritt - wobei die Chancen damit ungemein steigen - dass man anschließend  an einer Heimatuniversität eine Anstellung erhält, verdient man am Ende dann wirklich auch so viel mehr, dass sich die jahrzehntenlangen Entbehrungen bezahlt gemacht haben und man problemlos die angehäuften Schulden wieder abzahlen kann....Man ist zwar schon über 40 und zahlt gerade mal so viel ein für die Pension, dass man auf Gleichstand ist mit Jenen die schon seit Jahrzehnten ansparen, aber was solls dafür hatte man ja jede Menge Spass (7 Tage Woche à 12 h).....oder noch besser man konnte es sich ja leisten gratis für die Universität zu arbeiten (siehe dazu Blogeintrag vom 12.12.2019). In ständiger Aussicht auf die  beste Zukunft. Für alle jene die es nicht schaffen gibt es eine Beruhigungspille, zwar nur eine Bittre, aber dennoch ist es Eine: die anderen konnten Euren Rücken für Ihren Aufstieg gut gebrauchen....Danke! Eure Mühen waren nicht umsonst, nur leider schmücken sich nun Andere ganz ungeniert mit euren schönsten Federn!

 

Bei dem kläglichen Versuch Anerkennung in der Gesellschaft für die Tätigkeit des forschens zu erhalten stößt man nur auf Unverständnis und bekommt unter anderem folgendes zu hören: "Was arbeitet duuuu eigentlich?, wen interessiert das?, liest das jemand, wer kann das brauchen?" - oder gar  "was isn des für a Beruf, hättens was gscheites glernt  dann tätens a Arbeit finden (Mitarbeiter/IN AMS Wien)"....Denken ist eben keine anerkannte und vor allem keine sichtbare Arbeitsleistung und Wissen produzieren schon gar nicht. Wissenschaft ist nur anerkannt wenn eine für den Menschen dienliche Erfindung am Ende steht, das Wissen selbst, also der Weg dorthin, wird nicht als gesellschaftlicher Gewinn erachtet.

 

Wissenschaft ist elitär. Nur Wenige dürfen am Ende forschen und ebenso Wenige können auch langfristig in der Forschung bleiben (Artikel: Science oder Original Zitat: PNAS). Es gibt nämlich nur wenig bis gar keine qualifizierten Jobs an den Universitäten - bei kleineren Instituten sind es lediglich 1-2 Professorenstellen die besetzt werden können mit meist doppelt so vielen Assistenzprofessoren, dafür gibt es aber umso mehr befristete Kurzarbeitsstellen mit Schleudersitzgarantie nach Zeitablauf für Studenten und post-docs. Örtlich sollte man in jedem Fall ungebunden sein und bleiben. Es ist wie im Sport nur Einer kann gewinnen und deshalb gibt es auch so viele Verlierer. Bleibt nur noch die Frage offen wie fair denn dieser Wettkampf in der Wissenschaft verläuft? Ich sag nur so viel dazu: es existieren keine Rückkoppelungsmechanismen....und bei so viel geballter Intelligenz werden die Überlebensstrategien demensprechend "high end" fern von jeder Moral gebündelt...denn wer will schon scheitern? Die Nachwehen sind sowohl psychisch als auch finanziell kaum zu ertragen - ausgenommen man ist reich, dann braucht man sich diesem Wettbewerb erst gar nicht zu stellen. Deshalb kann ich allen anderen nur raten: "Lernts was gscheits des bleibt"! Wir die Berufenen können eh nicht anderes, blindlings dem Forschergeist folgend, jagen wir immerzu dem Wissen hinterher, ungeachtet ob wir davon leben können oder nicht......

 

Ähnliche Hardfacts und noch vieles mehr zu diesem Thema gibt es nachzulesen in dem Buch von Bär "Forschen auf Deutsch" (siehe Bild oberhalb vom Text)....das den Kenner auf den ersten Seiten zwar schmunzeln lässt, aber am Ende steckt einem doch der Lacher tief, im Halse fest.

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Gedankeneintrag 12.12.2018 8:28

Gestern saß ich in einem Vortrag, zu dem ich eingeladen wurde, um etwas über einen you tube Blog in einem naturwissenschaftlichen Fachbereich zu hören…..Ja, ich muss sagen ich bin einigermaßen irritiert, über diesen Vortrag und versuche gerade sachlichen Boden zu finden. Hier die hard facts. Ein Master Student 28 Jahre macht einen Blog auf you tube der mit Tieren zu tun hat. Sein Blog hat Interesse geweckt und er hat jetzt 3900 Abonnenten und sein Film mit den höchsten Aufrufen hatte bereits 20.000 views. Eigentlich bin ich gekommen um mehr über die Erstellung eines erfolgreichen Blogs zu erfahren, statt dessen erzählte er der Hörerschaft sie sollen ihren Traum finden und leben! Er ist jung enthusiastisch und glaubt an sich. Er glaubt daran, wenn man seinen Traum lebt wird sich Glück und Zufriedenheit einstellen sowie Geld zum Leben. Er ist einer von vielen, von einer Generation die daran glaubt, dass wenn man unbedingt etwas will und alles dafür gibt man auch erfolgreich sein wird. In jeder Generation hat es solche Träumer gegeben und nur wenige waren erfolgreich. Natürlich muss man viel investieren. Das setzt auch voraus zu arbeiten ohne Geld zu verdienen, wobei man ja tut was man gerne tut. Das ist ja alles kein Problem solange man Spaß dabei hat! Ist das so? Ist es wirklich so – ich kann dazu nur sagen wacht auf seht ihr nicht was hier passiert? Dies kann unser Sozialsystem zerstören.  Hart erkämpfte Abmachungen zwischen den Sozialpartnern werden dadurch aufgebrochen werden. Systeme werden gestützt auf Menschen die alle Start-ups gründen sollen, gratis arbeiten und von einem Projekt zum nächsten tingeln – kein Problem, da ihr ja alle tut was euch Spaß macht! Ihr lebt ja euren Traum was wollt ihr mehr! Und wer sitzt im satten fetten Speckmantel, wer schöpft aus dem Vollen? Alle die ihre sicheren Jobs mit super Verträgen ihr Eigen nennen dürfen raten uns nun: gründet doch ein Start-up, arbeitet gratis und lebt euren Traum! Wohin entwickeln wir uns denn? Zu einer Gesellschaft voll mit Ego-Maniacs, wo niemand mehr für das Allgemeinwohl zuständig ist, jeder für sich selbst? Aber sie werden es selber büßen, denn da wird niemand mehr da sein der dann ihre Pensionen zahlen kann. Der Jugend erzählen wir zwar es gäbe keine Decke nach oben – ihr könnt alles werden, alles sein – jedoch die Wirklichkeit sieht anders aus. Am Ende zählen bei den Bewerbungen die guten Noten, die vielen Praktikas, die wir natürlich gratis absolviert hatten, und die Anzahl der peer-reviewed Publikationen (im Falle einer Univesitätskarriere). Die am besten Angepasstesten bekommen die Jobs und nicht die Freaks, die besonders gute Ideen haben, weil es muss ja der Forschungsausrichtung des Institutes (ebenso im Falle einer Universitätskarriere) entsprechen. Aber das macht ja nichts, da ihr ja inzwischen alle Unternehmer seid! Einzelunternehmer auf der Suche nach Kunden! Und warum das alles? Weil es keine Jobs gibt für jeden von uns, deshalb müssen wir unsere eigenen Jobs kreieren damit wir Arbeit haben? Und um erfolgreich zu sein, arbeiten wir 80 h und mehr pro Woche, versichern uns am untersten Limit, wenn überhaupt, und arbeiten rund um die Uhr, auch wenn wir krank sind oder Kinder haben. Alles was es an sozialen gesellschaftlichen Errungenschaften gibt und gegeben hat wird bei dieser neuen Selbständigkeit freiwillig von uns an den Nagel gehängt. Glücklicherweise wollen die meisten dann eh keine Kinder, weil sich das ja gar nicht mehr ausgeht – wie kann es dann noch eine Gesellschaft geben? Ja, Hauptsache ist wir leben unsere Träume und deshalb sind wir eine Generation von glücklichen Idioten! Warum sollten wir eigentlich weiterhin die Jobs von denen sichern die uns erzählen wie toll es ist seinen Traum zu leben, die aber selbst keine Ahnung davon haben wie sich das anfühlt, weil sie ja die sicheren Jobs haben. Wahrscheinlich haben sie auch die Eltern bis dorthin finanziell unterstützt und in der Wattewelt in der sie sich befinden, lässt es sich ja äußerst gut leben, die Generation der Träumer ausbeutend, weil wir ja auch arbeiten ohne Geld zu verdienen, uns selbst unsere Jobs geben und dabei auf alle sowohl sozialen als auch arbeitsrechtlichen Annehmlichkeiten verzichten, die die anderen inzwischen voll ausschöpfen. Unseren Idealismus in Ehren, aber mit Hirn - wir haben einen Anspruch darauf fair behandelt zu werden! Gut, das System will, dass wir alle Einzelunternehmer sind dann brauchen wir auch einen geeigneten sozialen Rahmen dafür ebenso wie eine gerechte Entlohnung unserer geleisteten Arbeit die von denen mit den guten Jobs ja auch gerne in Anspruch genommen wird.

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Gedankeneintrag 13:34 07.04.2018

 

das system

wenige sind an der spitze des systems

manche sind gewählt

manche positionen sind vererbt

wer kapital, kontake oder eine gute geschäftsidee hat

darf je nach Relevanz weiter oben einsteigen

unten sind viele player

oben gibt es nur wenige player

drinnen oder draussen

oben oder unten

systemkonform oder systemverweigerer

wir sind das system

 

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Gedankeneintrag  13:00 28.02.2018

Keine schlechte Idee "crowfunding for science" aber sollte nicht das Volk - der Staat Interesse an einer von  der Wirtschaft unabhängigen sich ständig weiterentickelnden Forschung haben zur Vermehrung des Grundlagenwissens um des Wissens willen? Somit wird Forschung zu einem rein wirtschaftlichen Vorhaben degradiert, wobei der philosophische Charakter in der Wissenschaft, der von Aristoteles einst als die höhere Wissenschaft gepriesen wurde, am Weg verloren ging?

 

link to:

Crowdfunding your science

 

 

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Blogeintrag 10:52, 20.10.2017

#….die guten müssen zusammen finden, damit Sie gemeinsam Gutes machen können und Spuren hinterlassen können in dieser gesellschaftlichen Kälte, wo Kapital und Macht das einzig Erstrebenswerte sein zu scheint!

 

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 (Art. 13 StGG; Art. 10 EMRK)

Europäische Menschenrechtskonvention

ARTIKEL 10

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